Jetzt wird alles zugeschüttet
Wo einst das Knick-Ei stand,
ist jetzt ein Loch im Sand!
Das reimt sich und kennzeichnet den Fortschritt des Abbruchs. Radlader und Walzen richten den Boden für den Neubau her. Der Baubeginn der neuen Halle ist für Herbst 2007geplant. Mit einer Fertigstellung ist für den Anfang des Schuljahres 2008 zu rechnen. |
445 Tage vergangen Das Loch in der Erde wirkt deutlich grösser als der vorher sichtbare Teil der Knickei-Ruine.
Aber das Niveau des Bodens hebt sich von Tag zu Tag - es ist schon absehbar, daß bald die ebenerdige Phase erreicht wird.
|
Nur der Grundstein soll bleiben
Abrissarbeiten am "Knick-Ei" gehen zügig voran, der Abbruch ist im Zeitplan. Bald soll die Grube verfüllt werden und der Boden für einen Neubau vorbereitet werden.
Eine Kupferschatulle im Fundament der künftigen Halle soll auch einen Hinweis auf den Vorgänger-Bau enthalten. |
429 Tage vergangen Der Betonboden, der in der Baugrube verbleiben soll, stellt doch schon einen gigantischen Grundstein für ein neues, darüber zu errichtendes Gebäude dar
|
Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt
Für Errichtung und Betrieb der geplanten Standard-Dreifeldhalle wird eine öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) angestrebt, bei der die Halle durch einen privaten Unternehmer finanziert und betrieben wird. Dabei wären jährlich etwa 350.000 Euro "Miete" fällig (inklusive Baukosten, Unterhaltung und Service bis zur letzten Glühbirne einschließlich Personalaufwand), bei einer angestrebten Laufzeit von 25 Jahren. |
417 Tage vergangen In 25 Jahren kostet die neue Halle nach diesem Modell 8,75 Millionen Euro, das ist etwa genau so viel, wie das Knickei bisher gekostet hat.
Wenn berücksichtigt wird, daß an laufenden Betriebskosten etwa 100.000 Euro jährlich für eine solche Halle erforderlich sind, bleiben 6,25 Millionen Euro für die Finanzierung der Halle inclusive Zinsen und Profit für den privaten Betreiber übrig. Und nach 25 Jahren gehört die Halle noch nicht einmal der Gemeinde, die eventuell weitere 25 Jahre noch einmal die gleiche Miete zahlt.
Und das soll günstig sein?
|
Abriss im Zeitplan
"In Sachen Abriss sind wir im Zeitplan", so Bauamtschef Holger Lange in der Sitzung des Hauptausschusses am Dienstagabend. Ende März soll das Loch an der Feldstraße zugeschüttet sein. Bedenken von Helmuth Jahnke (SPD), dass die Zuschüttungs-Masse wasserundurchlässig sei und somit die Gefahr von Überschwemmungen bestehen könnte, räumte Lange aus. "In der Sohle befinden sich Abfluss-Öffnungen." |
417 Tage vergangen Die Abrissbagger sind erfreulich fleissig und zielstrebig bei ihrer - für Halstenbek sicherlich schmerzlichen Tätigkeit - und ebnen damit den Weg für eine neue vernünftige Lösung.
|
25 Meter Knick-Ei-Akten im Büro
Seit Dienstag wird in Halstenbek erneut Geschichte geschrieben: Nach knapp acht Jahren Hin und Her in Sachen Zukunft der Sporthalle an der Feldstraße - besser bekannt unter dem Namen "Knick-Ei" - wird der Komplex abgerissen. Holger Lange (43) ist als Bauamtsleiter seit 1995 wie kein anderer mit dem Projekt vertraut. Im Interview mit unserer Zeitung sprach der Experte über Schuldige, Schadenersatz und Aktenberge. |
398 Tage vergangen Vielleicht sollte die Gemeinde Halstenbek in der neuen zu bauenden Halle auch einen größeren Archiv-Raum mit einplanen, um die vielen Knickei-Akten auch auf Dauer gut unterzubringen.
|
Knick-Ei: Das meiste ist schon Schrott
Kaputtmachen geht schneller als Aufbauen. Diese Binsenweisheit trifft auch für das Halstenbeker Knick-Ei zu.
Vom eingedellten Glasnetzdach sind nur noch Reste auf dem Hallenboden zu sehen. Und in die Betonschale ist bereits eine breite Schneise geschnitten worden. |
397 Tage vergangen Der Abbruch geht rasant voran. In wenigen Wochen dürfte auf dem Grundstück an der Feldstrasse wieder langsam Gras über der Unglücksstelle wachsen. Etwas länger wird es sicher noch dauern, bis auch über die schmerzlichen Erinnerungen der Bürger Gras gewachsen ist.
|
Knick-Ei stürzt zum dritten Mal ein
Neun Millionen Euro hat das "Knick-Ei"-Desaster verschlungen. Eine Fehlerquelle in der Dach-Statik sorgte für die Einstürze. Bis heute wird über die Schadensersatzsumme gestritten. Fakten wurden gestern geschaffen: Ein Monster-Bagger begann mit dem Abriss. |
395 Tage vergangen Gut für die Schüler der angrenzenden Realschule, daß endlich etwas passiert. Jetzt gibt es doch eine Aussicht, daß in absehbarer Zeit eine vernünftige Sporthalle für den Schulbetrieb zur Verfügung steht.
|
Jetzt geht es dem Ei an die Schale
70-Tonnen-Bagger beginnt am 9. Januar mit dem Abbruch. Eine erste Lücke ist bereits in die Betonschale geknabbert worden. Das Sporthallen-Wrack soll bis Ende März dem Erdboden gleich gemacht werden.
Der Bauamtsleiter betont erneut, daß die Anwohner darunter leiden müssen. |
394 Tage vergangen Es wird richtig ernst mit dem Abriss. Bei dem Tempo, das die Abbruch-Profis vorlegen, wird der Hallenhügel in Kürze verschwunden sein und durch ein Loch in der Erde ersetzt werden. Wer noch Abschied von dem Ruinen-Idyll nehmen möchte, muß sich beeilen.
|
Mit Fingerspitzen-Gefühl und viel PS
Bis der große Bagger-Bruder - der so genannte Long-Front mit einem Ausleger-Arm von 30 Metern Länge - einsatzbereit ist, leistet Bagger-Führer Krause Feinarbeit. Die Dach-Schräge befreit der Mitarbeiter geschickt von Gras und Erde, Rohrleitungen, sperrige Betonklötze und Metallstreben rund um das "Knick-Ei" werden aus der Erde gewuchtet und fein säuberlich getrennt aufgetürmt. |
389 Tage vergangen Das klingt sehr professionell. Was bei der Planung und beim Bau der Unglückshalle weniger der Fall zu sein schien, das tritt nun wenigstens beim Abriß der Ruine ein: Es kommen richtige Profis zum Zuge.
|
2007: Da geht doch was, oder?
Jahreswechsel - Horoskope und Wahrsager haben wieder Hochkonjunktur. Was bringt die Zukunft? Diese Frage beschäftigt die Menschen wie kaum eine andere. Das Pinneberger Tageblatt wagt einen - nicht ganz ernst gemeinten - Ausblick auf das Jahr 2007 im Kreis Pinneberg und speziell auf ein spezifisches Halstenbeker Phänomen. |
384 Tage vergangen Das Knickei ist und bleibt ein unerschöpfliches Thema - bis endlich etwas Neues an seiner Stelle entstanden ist.
Wie schön, daß Halstenbek damit wenigstens zur Erheiterung der Umwelt beiträgt.
|
|